 | ZSK und Veranstalter äußern sich! |
 Nun äußern sich auch ZSK und die Veranstalter des Konzertes zu der Polizeischikane am 19.3 in Mönchengladbach. Sicher gibt es krassere Sachen, aber wir wollen das in Gladbach garnicht erst soweit kommen lassen, dass wir Zustände wie in anderen Städten haben, deswegen haben sich anscheinend einige Leute überlegt eine Demo gegen Polizeiwillkür zu veranstalten.
Folgendes haben ZSK dazu zusagen:
Am Freitag dem 19. März versammelten sich in Mönchengladbach schon am frühen Abend etwa 150-200 Menschen vor dem Jugendzentrum B.I.S. um das seit drei Wochen ausverkaufte ZSK-Konzert zu besuchen. Plötzlich erschienen mehrere Polizeibeamte die den Eingang des Jugendzentrums versperrten. Begründet wurde dies damit, dass es in der Innenstadt von Mönchengladbach kurz zuvor "Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Jugendlichen" gegeben habe. Nach Meinung des Einsatzleiters seien "die Täter in der Menge untergetaucht". Nachdem sich immer mehr Menschen vor dem Konzertort versammelten wurde die Polizei nervös und forderte Verstärkung an, die kurze Zeit später in Form von 10 weiteren Polizeiwagen eintraf. Der Einsatzleiter kündigte anschließend an, dass von allen KonzertbesucherInnen die Personalien aufgenommen werden sollten. Eine sofortige telefonische Rücksprache mit unserem Anwalt in Berlin ergab, dass diese Maßnahme völlig rechtwidrig und willkürlich war.
Trotz des wiederholten Hinweises auf die Unrechtmäßigkeit der Personalienaufnahme weigerte sich der Einsatzleiter die Eingangstüren freizugeben. Nach längerer Diskussion konnte immerhin erreicht werden, dass lediglich die männlichen Personen ihre Personalien notieren lassen mussten, da laut der Täterbeschreibung eine weibliche Täterin nicht in Frage kam. Mehrere Bereitschaftspolizisten mit griffbereiten Schlagstöcken am Gürtel notierten nun die Namen und Adressen der zumeist jugendlichen Besucher. Erst dann konnte das Konzert beginnen. Was mit den gesammelten Daten passieren soll wollte die Polizei jedoch nicht sagen.
Wir als Band protestieren gemeinsam mit der Veranstaltungsgruppe gegen diesen übertriebenen Polizeieinsatz, der sich eindeutig gegen ein unliebsames, selbstorganisiertes Konzert und seine BesucherInnen richtete. Wir lassen uns von solchen Maßnahmen gegen alternative Veranstaltungen nicht einschüchtern und fordern die Polizei auf die Daten der Konzertbesucher sofort wieder zu löschen.
Für Samstag den 27.3. ruft eine lokale Antifa-Gruppe zu einen Demonstration gegen die Polizeiwillkür vom vergangenen Freitag auf. Treffpunkt ist 12 Uhr am Stadttheater Mönchengladbach.
[gefunden bei indymedia, mehr unter: http://de.indymedia.org//2004/03/77403.shtml ]
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