Mitglieder und Umfeld der rechtsextremen Rockgruppe "Skalinger" aus dem Raum Wolgast sind in das Visier der Justiz geraten. Wie Ralf Lechte von der Staatsanwaltschaft Stralsund gestern mitteilte, stehen die Ermittlungen kurz vor dem Abschluss. Unter anderem werde der Tatbestand der Volksverhetzung geprüft. Die Ermittlungen richten sich gegen die drei Bandmitglieder und eine "große Gruppe Sympathisanten", die für den Vertrieb von Kassetten und CDs zuständig war.
Mehrere Tonträger der Gruppe stehen auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften. Das Landesamt für Verfassungsschutz bezeichnet "Skalinger" in einem Bericht von 2003 als eine der aktivsten Skinhead-Bands von Mecklenburg-Vorpommern. Innenminister Gottfried Timm ruft die Bürger dazu auf, Strafanzeige zu stellen, wenn in ihrem Umfeld rechtsextreme Musik abgespielt wird.