 | Dokumentation: Kippen die »Grufties« nach rechts? |
 Die "Gothic-Szene", eine an sich unpolitische Jugendsubkultur, ist neuerdings durch ihre offene Flanke zum Rechtsextremismus ins Blickfeld von Antifaschistlnnen geraten. In "Analyse & Kritik" vom 4. 4. 1996 macht Jean Cremet bestimmte Elemente dieser Kultur für den bemerkbaren Rechtsruck verantwortlich. Andernorts sind die Kontakte des größten Fanzines der Szene, der "ZILLO", zu Roland BUBIK und Peter BOßDORF von der "JUNGEN FREIHEIT" bekannt geworden. Kippen die "Grufties" nach rechts?
Grundsätzlich haben die meisten Jugendsubkulturen zunächst ein »unpolitisches« Selbstverständnis. Sie enthalten immer Elemente, die eher reaktionär sind, aber gleichzeitig auch solche, die in eine emanzipatorische Richtung weisen. Manche Subkulturen entwickeln sich nach links, politisieren sich. Andere werden durch ähnliche Prozesse, z.T. auch durch gezielte Unterwanderung, zum Objekt der extremen Rechten — wie zum Beispiel in den 80ern die Skin-Kultur.
Die Gothics und die "Dark-Wave" - Musik haben ihre Wurzeln in der "Independent"-Musik. Ende der 70er/Anfang der 80er versuchten Punk-, New Wave- und Industrial-Gruppen Strukturen aufzubauen, die Alternativen zur Vermarktung der Rockmusik schaffen sollten: unabhängige Labels, Veranstaltungsorte, Plattenläden und Musikzeitschriften ("Fanzines").
Die Gothic-Szene zeigt tatsächlich bestimmte Ansatzpunkte für rechte Beeinflussung. Sie orientiert sich an der irrationalen Romantik, verwendet eine rückwärtsgewandte Symbolik (Fraktur-Schrift, Runen etc.), liebäugelt mit esoterischem "Wissen" und hat eine offene Flanke zu Okkultismus und Satanismus. Einige Protagonisten sind klar im rechtsextremen Lager anzusiedeln. Inwieweit es sich um eine gezielte Unterwanderung handelt bzw. um eine Entwicklung aus der Szene heraus, ist derzeit noch unklar.
In unseren Augen besteht jedenfalls die Gefahr, daß nach Rocker- und Skin-Kultur nunmehr die Gothics zum Objekt faschistischer Propaganda werden. Allerdings besteht auch die Gefahr, sie unsererseits dazu zu machen. So nahmen Antifas in den 80ern die Skins nur als Nazis wahr. Dadurch übersahen sie die vielen Gegentendenzen und Spaltungen in der Szene. Ähnlich differenziert stellt sich auch die Gothic-Szene dar. Die Mehrheit der Bands und mehr noch ihrer Hörerlnnen ist unpolitisch und nicht rechts.
Wir dokumentieren im folgenden ein bereits im März geführtes Interview mit dem Musik-Projekt "DEINE LAKAIEN" (DL), das zu den bekanntesten deutschen Bands dieser Szene gehört. DL haben sich immer zu ihrem antirassistischen Standpunkt bekannt. Auftritte auf einer antifaschistischen Konzertreihe kamen leider bisher nicht zustande — daran waren aber die Veranstalter schuld. Es ist uns wichtig, die internen Auseinandersetzungen in der Szene zu sehen und ernstzu nehmen, statt nur die offen rechten Tendenzen hervorzuheben, darum dieses Interview. In einer der kommenden Ausgaben soll ein Artikel folgen, der die rechten Tendenzen in der Gruft-, Gothic- und Dark-Wave-Szene eingehender beleuchtet.
AIB: Hallo Alexander, hallo Ernst. Was für Musik macht Ihr mit der Gruppe "Deine Lakaien"?
A: Tja, grundsätzlich: elektronische Musik mit experirrientellem Charakter, also, ungewöhnliche Pop-Musik möcht‘ ich mal sagen...
AIB: Wie lange spielt Ihr schon in dieser Zusammensetzung, und wo liegen musikalisch Eure Wurzeln?
A: Schon sehr lange...
E: Ja, schon seit '85. Wo ich angefangen habe, Musik zu machen: auf jeden Fall Punk, New Wave. Ich habe damals in Hamburg gewohnt und es war für mich schon alles sehr befreiend. Es hat mir einfach Mut gegeben, mich mit sehr einfachen Geräten hinzusetzen und loszulegen. In den 60ern hatte ich schon eine klassische Musikausbildung, aber so richtig Mut bekommen habe ich durch Wave und Punk.
A: Bei mir ist es ähnlich: Ende der 70er, Anfang der 80er, quasi als die Rock- und Popmusik aufgemischt wurde durch diese neuen Punk- und Wave-Bands — wie immer man sie auch heute bezeichnen will.
AIB: Was bedeutet es für Euch, Gruft oder Dark-Wave zu sein?
A: Ich würde doch mal sagen, diese beiden Begriffe sind doch sehr abgedroschen, nichtssagend. In den frühen 80ern, als zum ersten mal Begriffe wie »Gothic« aufkamen, hieß das einfach nur, daß Leute ziemlich dunkel gefärbte Musik gemacht haben. Ich denke, daß heutzutage Bands nur noch nach ihrem äußeren Auftreten in diese Szene zusammengebündelt werden, wenn sie eine vorwiegend düstere Bühnenshow machen. Die werden dann sofort in diese Richtung gestopft, da kippt dann auch noch Death Metal mit rein, das dann ja extra abgehandelt wird... Musikalisch gesehen kann man das überhaupt nicht zusammenfassen, und deswegen bedeutet das für uns auch nichts. Wir sehen uns nicht als Darkwaver oder Grufties.
E: Ich persönlich lebe auch gar nicht in der Szene.
A: Man sieht heutzutage auch, daß diese Szene sehr aufgespalten ist. Es ist eigentlich schwierig, von einer Szene zu reden.
AIB: Wie würdet Ihr Euer Verhältnis zu Esoterik und Okkultismus beschreiben?
E: Ich persönlich bin überhaupt nicht esoterisch
A: ...das gilt für mich auch...
E: ...ich bin eher Agnostiker: Einer der nicht weiß, was er glauben könnte.
AIB: Welche Symbolik benutzt Ihr in Eurer Musik, auf Covern etc. — und welche würdet Ihr nicht verwenden?
E: Wir haben bisher keine »Symbole« benutzt, auch auf Covern nicht. Und welche wir nicht verwenden würden? Naja, Gott, das ist klar: Natürlich nie was nazistisches — oder esoterische Symbole, weil wir einfach nicht so drauf sind.
AIB: Das ist ja in großen Teilen der Gothic-Szene ganz anders. Deren Symbolik ist für Außenstehende schwer zu verstehen. Welche Bedeutung haben diese Symbole denn Eurer Meinung nach für die Szene, warum wird dort so viel mit Symbolik gearbeitet?
E: Gute Frage! Das ist natürlich wegen Esoterik und Mystik... — also Symbole, die irgendwie die Phantasie anregen... Ich kann eigentlich gar nichts damit anfangen. Vielleicht weißt Du da mehr?
A: Szene beinhaltet schon mal »Underground«. und Underground heißt ja immer in der jugend- und Musikkultur: Fern von dem, was normal Mainstream ist. Was reizt die Leute, in die Szene zu gehen und sich gewissen Regeln unterzuordnen und einer Kleiderordnung anzupassen? Natürlich der Drang, zu einem verschworenen Zirkel dazuzugehören, einer Jugendkultur, die sich gegen gesellschaftliche Zwänge wehrt und gegen Erwartungen, die aus dem Elternhaus kommen, und aus der Schule, und natürlich vom Staat, von der Kirche und so weiter. Der Hauptantrieb für junge Menschen ist ja immer die Provokation. Das war schon immer so.
E: Es ist dann die Geheimsprache...
A: Genau: Man ist stolz darauf, von Außenstehenden nicht verstanden zu werden. Das bringt natürlich Gefahren mit sich, wenn sich dann Leute dem Okkultismus verschreiben und völlig abdriften, und wenn das ganze dann noch politisiert wird, wie das versucht wird, Da muß man dann auch als Band aufpassen, daß man nicht passiv mit reingeschleudert wird.
AIB: Es gibt in der Szene heute eine Tendenz zum sog. "Neokonservatismus". Es treten Leute auf, die scheinbar Faschisten sind, oder damit sympathisieren. Einige Antifaschisten sehen sich jetzt in dem Urteil bestätigt, daß diese Musik an sich reaktionär und faschistisch ist. Wie schätzt ihr diese aktuelle Tendenz ein?
E: Vielleicht gibt es da eine gewisse Offenheit solchen Gedanken gegenüber.
Gerade durch eine bestimmte Esoterik, ein Elitedenken... könnte sein. Unter den Musikern, die ich kenne, ist kein einziger Konservativer dabei, also das kann ich wirklich sagen.
A: Zumindest kein Bekennender — man weiß ja nie...
E: Die Leute, die ich persönlich kenne, da ist kein einziger dabei.
A: Ja.
E: 1993 haben eigentlich alle maßgeblichen Leute der deutschen Gothic-Szene ein Statement gegen Rassismus unterschrieben. Das ist auch nicht so labrig wie sonst üblich, das drückt sich durchaus sehr politisch aus.
A: Wenn Ihr das so sagt: "In der Gruftszene gibt es eine Tendenz zum Neokonservatismus" - das ist natürlich ein bißchen weit gefaßt. Was heißt "Neokonservatismus"? Es gibt viele Leute, die sich von dieser Musik angezogen fühlen. Das liegt einerseits an vielen Bands, die deutsche Texte machen, die nicht auf amerikanische Musikvorgaben zurückgreifen und versuchen, eine eigenständige Musikrichtung zu machen, die keine Wurzeln in amerikanischer oder sonstiger Musik hat. Da wird dann auch oft mit Komponisten aus vergangenen Jahrhunderten herumgeworfen. Das geht meiner Meinung nach schon etwas zu weit: Viele Bands, die sich mit Orchestersamples ihre Platten zusammenbauen, haben deswegen noch lange keinen Bezug zu Wagner oder Mozart. Das ist oft haarsträubend, oberflächlich... Aber unter Gruftmusik gibt es, wie gesagt, die unterschiedlichsten Bands. Ja, es gibt auch einige, die schon mehr oder weniger lange mit okkulten und auch mit diesen geschichtlich belegten Symbolen und Figuren hantieren, kokettieren, was auch immer. Diese Bands sollte man natürlich ganz genau abklopfen, aber selbst wenn sich nicht alle von ihnen solchen Vorwürfen stellen, sollte man vorsichtig sein und sie nicht sofort in eine rechte, faschistische Ecke drücken.
Es gibt auch einen gesunden Konservatismus, und nicht nur einen rassistischen und faschistoiden. Da verwischen immer sehr schnell die Grenzen. Warum sollen sich Leute nicht über die Amerikanisierung der Gesellschaft aufregen, der Jugendkultur? Viele Leute haben ja auch die Schnauze voll von Viva und Mtv, von dieser Art Musik, mainstream sozusagen. Das ist eine ganz heikle Frage.
AIB: Die Zeitung "JUNNGE FREIHEIT" und andere rechte Zirkel beobachten aber ihrerseits die Gothic-Szene. Sie hoffen, hier politisch Punkte machen zu können. Könnt Ihr Euch vorstellen, daß die Gruft-Szene, so wie früher die Skins, politisch unterwandert wird, oder kommen diese »neokonservativen« Tendenzen aus der Szene sebst?
E: Die "JF" fällt ja zumindest einem geschulten Menschen ziemlich schnell auf. Daß das wirklich das Organ der Rechten ist, die einen Marsch durch die Institutionen will — das heißt natürlich, auf dem politischen Sektor die FDP aufrollen.
Was die Jugendszene betrifft, versuchen sie natürlich, sich an alle ranzuschmeißen. Es hat da in Amerika bestimmte Rechtstendenzen gegeben — Stichwort "DEATH IN JUNE" (DIJ). Das ist für die sicher ein Aufhänger gewesen. Inwieweit das ankommt... ich bin da eigentlich skeptisch, weil diese Szene doch sehr unpolitisch ist...
A: Jede Musikszene ist irgendwo unpolitisch. Bei einigen Richtungen wird so eine »political-correctness« nach vorn geschoben, aber die meisten Konsumenten sind genauso unpolitisch, nehm‘ ich mal an.
E: Die sehen halt eine zeimlich große Jugendkultur von Leuten, die sich wieder für Goethe, Gaspar David Friedrich, Wagner usw. begeistern können — Carmina Burana... das ist ein Versuch, die deutsche Geschichte auf solche Schlagwörter zusammenzustreichen.
A: Diese Vorstellung von Romantik ist einfach Schwachsinn. Wobei — wenn man sich in der Geschichte etwas auskennt muß man wirklich sagen, daß die deutsche Romantik eine ganz fortschrittliche Bewegung war.
Gerade gegen die Metternichzeit eingestellt, und — nach der Französischen Revolution — für die Demokratie.
E: Auch der Teil, der damals den deutschen Einheitsstaat wollte, der wollte ja letzten Endes einen demokratisch geführten Staat haben und nicht mehr die Fürstentümer.
AIB: Habt Ihr eine Erklärung für die aktuelle Rechtstendenz...
A: Ich sehe keine aktuelle Rechtstendenz. Es gibt ein paar Leute, die versuchen, über die intellektuelle Feuilleton-Kultur-Schiene an die Jugendlichen heranzukommen, den Hang zum Elitären auszunutzen für ihre politischen Interessen. Ich denke, da wird nichts draus. Da ist kein Boden für da. Viele Goth‘s fühlen sich auch verarscht und versuchen, sich anders darzustellen, als es die Medien immer getan haben: so als die "unpolitischen okkulten Friedhofsschänder".
Vielleicht klappt ja der Versuch mit einer "IG Gothic" und "Goth-Parade", die soll glaub‘ ich, dieses Jahr in Düsseldorf sein. Da gehen dann auch mal Gothics auf die Straße, zeigen sich und wehren sich gegen Vorurteile und Versuche, sie in die rechte Ecke zu schieben. Kann man ja unterstützen.
AIB: Das Fanzine "SIGILL" hat Euch ein "goldenes Bienchen" verliehen, weil Ihr DIJ kritisiert habt. Worum ging es dabei?
E: Das war ein Gespräch, das in der ZILLO veröffentlicht wurde. Es ging um das "Festival of Darkness" vor zwei Jahren, wo dieses gemeinsame Flugblatt gegen Rassismus verfaßt wurde, hab‘ ich ja schon angesprochen.
DIJ sollte auch spielen. Weil sie das Flugblatt selber nicht unterschreiben wollten, haben sie sich in dieser typischen Wischiwaschi-Art rumgewunden. Am Schluß waren sie dann so genervt, daß sie da nicht gespielt haben und sind jetzt beleidigt. Ich hab‘ dann in diesem Zillo-Gespräch versucht, ein bißchen zu analysieren, was so Leute wie DIJ dazu bringt, neofaschistisch zu sein. In Deutschland kommt das bei denen ja nicht so raus, aber in ausländischen Magazinen dann doch. Das Fanzine "Sigill" hat uns dann vorgeworfen, wir würden das überhaupt nicht verstehen - auf der anderen Seite wissen die ja ganz genau, wo Di] stehen.
AIB: Sind die Leute von "Sigill" Kumpels von DIJ, oder warum ergreifen die so für die Partei? Das heißt - kanntet Ihr das Fanzine überhaupt vorher schon? Sind das Leute, die schon länger in der Szene aktiv sind?
A: Ich habe von denen noch nie was gehört gehabt.
E: Ein Freund hat mir das gegeben —das ist für mich ganz klar eine neofaschistische Zeitung. Da gibt es für mich gar keine Diskussion. Mit diesem ganzen Rumgerede, was man heute machen muß, wenn man in Deutschland etwas legal veröffentlichen will. Dann gibt es Bezüge zur »linken« NSDAP, also die Leute um STRASSER. Da ist dann auch ein ganz deftiges Interview mit einem amerikanischen Country-Sänger. Da kommts dann ziem
lich klar raus, mit "Totenkopfarmee" und so....
A: Das erschreckende ist ihr "Mailorder", so ein Katalog mit Büchern und Platten. Was da an Literatur geboten wird ist an der Grenze vorbei. Völlig indiskutabel, eindeutig rechtsradikale Literatur. Wenn da jetzt gleichzeitig Platten von uns angeboten werden würden, würde ich mich ganz vehement dagegen wehren. Ich hoffe, daß das auch unsere Kollegen tun werden.
E: Viele Bands sind schon hellhörig geworden und beliefern diese Verlage nicht mehr. Die Reaktion der Musiker, der DJs und Journalisten aus der Szene, die ich mitbekommen habe, ist eindeutig. Ich würde mal sagen, 99 % distanzieren sich absolut von diesen Versuchen der Rechten, die Szene für sich zu vereinnahmen.
AIB: Wie werdet Ihr selber Euch in Zukunft verhalten?
A: Natürlich wachbleiben. Alle Vorwürfe parieren und natürlich informieren. Ich möchte nicht unbedingt, daß ich in einer dieser Fanzines als Leitfigur der Gruftszene hingestellt werde, was anderen schen passiert ist. Man muß auch vorsichtig sein, wem man eigentlich ein Interview gibt. Man hat natürlich nicht die Chance, sich über hunderte von Fanzines zu informieren — ich bin da natürlich angewiesen auf Informationen meines Labels und anderer Leute. Ja, und natürlich klare Aussagen, und Standpunkte beziehen. Man kann nicht jedem Versand erlauben, Platten von "DL" zu vertreiben. Also muß man Kataloge duchgucken. Dann muß man eindeutig reagieren, wenn Literatur oder Platten von dubiosen oder eindeutig rechten Leuten angeboten werden.
AIB: Haben die Leute vom Musikbusiness eine Mitverantwortung für rechte Tendenzen? Ist es denen egal, welche Sachen sie veröffentlichen, Hauptsache, sie verkaufen sich?
A: Es gibt Labels die auch zweifelhafte Sachen veröffentlichen. Diejenigen, die ich kenne, sind da sehr vorsichtig und haben auch Stellung bezogen. Man hat das gesehen an dem Boykottaufruf nach der "Junge Freiheit"-Anzeige in der ZiIlo, wo sich alle Labels...
E: ...da haben sofort alle Labels auf der Matte gestanden...
A: ... auch DJs und Journalisten. Das war in dem Zeitraum, wo ich durch Deutschland gefahren bin und Interviews für die neue Lakaien-Platte gegeben habe. Ich habe gemerkt, daß die Journalisten und Fanzine-Schreiber sehr deutlich und positiv reagiert haben: Daß eine Rechtstendenz überhaupt nicht in Frage kommt und man dagegen arbeiten muß. Und auch Leute zur Rede stellen, die dafür verantwortlich sind. Wenn die Zillo nicht in nächster Zeit Klarheit schafft schneidet sie sich da ins eigene Fleisch. Ich glaube, die Mehrheit der Leserschaft, wie die überwiegende Mehrheit der Künstler und Medienleute...
E: ...und die Mehrheit der Redaktion!
A: ...war da auch sehr entrüstet. Ich denke, daß das sehr schnell wieder ins Lot gerät und keine Gefahr besteht, daß sich die Leute aus der JF da reinbohren können.
AIB: Wie gehts mit "Deine Lakaien" weiter?
A: Wir haben im Februar eine CD "Winter Fisch Testeron" herausgebracht. Nach der Tour im März gibts Konzerte in Europa, im Sommer ein paar Festivals — ansonsten keine weiteren Pläne.
AIB: Danke für das Gespräch.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Nr.35/1996 des Antifaschistischen Info-Blatts |