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Gegenstrom

Das Gegenstromprojekt ist ein Künstlerverbund, dessen Mitglieder viele Unterschiede haben, sie sind Iraner, Araber, Afrodeutsche, Deutsche, Koreaner, und Polen , Studenten, Auszubildende, und Arbeitslose, eines aber ist ihnen allen gemeinsam, sie schwimmen gegen den Strom.

 

Im Jahr 2002 wurde das Projekt von der Bochumer Rapgruppe "Easy X" unter dem Eindruck des 11 September 2001, und den darauffolgenden Kriegsvorbereitungen gegen Afghanistan und Irak zunächst als loser Künstlerverbund gegründet, mit dem Ziel Nachwuchskünstler aus dem Ruhrgebiet zu vereinigen, und sich gemeinsam gegen die herrschende kriegstreiberische Politik, und die geistig leere "Brot und Spiele" Mentalität der Ellenbogen- und Spaßgesellschaft Gehör zu verschaffen.

 

Mit Rap als Sprachrohr hoffte sie, eine zunehmend unpolitische Jugend zu erreichen, und gleichzeitig zu zeigen, das Friedensarbeit und außerparlamentarische Politik nicht nur Sache von alt 68ern und realitätsfremden Weltverbesserern ist. Gemeinsam mit den dazu gestoßenen Gruppen "M-artes, muchos artes" und "Mala Clase" organisierte das "Gegenstromprojekt" daraufhin mehrere eigene Gegenstrom Jams und absolvierte unzählige Auftritte auf Demonstrationen, Veranstaltungen und Festivals. Dabei entstand aus einigen Mitgliedern der drei unterschiedlichen Bands ein harter Kern des Projektes, während andere wegfielen, so das die Bezeichnung Künstlerverbund dem ganzen nicht mehr gerecht wurde. So gibt es nun beides, das Projekt Gegenstrom, das aus verschiedenen Künstlern, Musikern und Organisationskräften besteht, und die Band Gegenstromprojekt.

 

Ein Blick auf den Bochumer Heimatstadtteil der Band, Querenburg, beschreibt am besten die Unterschiedlichkeit ihrer Mitglieder und die daraus resultierende kreative Energie: Er ist als Sozialer Brennpunkt verschrien, und gleichzeitig als Universitätsstadtteil bekannt, hat den größten Ausländeranteil Bochums und ist Heimat von Professoren und Akademikern, er besteht aus betonlastigen Sozialbausiedlungen, und idyllischen Einfamilienhäusern mit Vorgärten. Tief in dessen eigener Mentalität verwurzelt, aber mit dem Blick nach außen gerichtet, versucht das Gegenstromprojekt, der Musik ihre Kraft als Protestkultur wieder zu verleihen, um gegen gesellschaftliche Kälte, Rassismus, und die sich anbahnende neoliberale Diktatur der Wirtschaft anzukämpfen.

 

mehr unter: www.gegenstrom.info


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