 | 'KontrollVerluste'-Festival 2006 |
 Am 26. August 2006 findet zum dritten Mal nach 2003 und 2004, das unkommerzielle, emanzipatorische und antifaschistische 'KontrollVerluste'-Festival statt. Veranstaltungsort ist diesmal der Treptower Park (Parkplatz vor der Insel der Jugend; Bulgarische Strasse/Neue Krugallee).
In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto „Antifaschistischer Widerstand gestern – heute – morgen!". Bereits am 22. August werden in Adlershof zwei sogenannte 'Stolpersteine' für die Widerstandskämpfer Franz und Fritz Kirsch, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden, von dem Künstler Gunter Demnig eingeweiht. Das 'KontrollVerluste'-Festival wird dabei vom Bund der Antifaschisten Treptow e.V. unterstützt. Außerdem gibt es Veranstaltungen mit ZeitzeugInnen. SchülerInnen des 10. Gymnasium Treptow setzten sich in einem Schulprojekt mit der Geschichte der WiderstandskämpferInnen im NS auseinander und erarbeiteten einen Dokumentarfilm, der im Rahmen der Veranstaltungen und des Festivals vorgestellt wird. Am 26. August selbst wird es eine Gedenkkundgebung zu Ehren des Widerstandskämpfers Robert Kellner sowie aller Opfer des Nationalsozialismus geben.
Auf dem Festival selbst spielen Bands aus der ganzen Bundesrepublik. An Informationsständen stellen sich antifaschistische, antirassistische und viele andere Projekte und Organisationen vor. Es wird eine Ausstellung über die SpanienkämpferInnen, die gegen das Franco-Regime kämpften, sowie ein Filmzelt mit Dokumentarfilmen geben.
Bernd Läufer, der Sprecher des OrganisatorInnenkreises, zum Sinn des Festivals: „Noch immer wird Geschichte verdreht, werden die Verbrechen des NS verharmlost und werden die Widerstandskämpfer und Widerstandskämpferinnen nicht gebührend geehrt. Doch erst wenn sich die Menschen mit der Vergangenheit und mit den Geschehnissen zwischen 1933 und 1945 auseinander setzen, können wir auch wirksam gegen heutige Nazis, gegen Rassismus und Antisemitismus vorgehen." Daher sollen beim Festival Alternativen vorgestellt werden; das Festival selbst will Alternative sein und zum Aufbau einer alternativen Jugendkultur animieren.
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