 | Ermittlungen wegen rechtsextremer Schulhof-CD - Beschlagnahme in Sachsen |
 Dresden - In Zusammenhang mit dem Auftauchen von neuen rechtsextremen so genannten Schulhof-CDs sind am Freitagmorgen Büros und Wohnungen in Sachsen und Bayern durchsucht worden. 560 CDs mit volksverhetzendem Inhalt seien beschlagnahmt worden, sagte der Dresdner Oberstaatsanwalt Jürgen Schär. Darin sei der nationalsozialistische Völkermord geleugnet worden. Beamte der Soko Rex des Landeskriminalamtes (LKA) Sachsen und der bayerischen Polizei waren an den Durchsuchungen im Raum Chemnitz, in Pirna und Hof beteiligt.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden richteten sich gegen einen 26-jährigen Brandenburger, einen 50-jährigen Bayern und zwei Frauen im Alter von 19 und 21 Jahren aus der Sächsischen Schweiz. Alle vier stehen in Verdacht, die CD hergestellt und vertrieben zu haben, teilten Staatsanwaltschaft Dresden und LKA mit.
Schüler von zwei Schulen in Pirna hatten auf die angelaufene Verteilung aufmerksam gemacht. Bei den Durchsuchungen wurden auch Flyer mit Internetadressen zum Downloaden der CD gefunden. Computertechnik und Unterlagen wurden sichergestellt.
Nach Erkenntnissen des LKA sollten etwa 5000 CDs in mehreren Bundesländern verteilt werden. Die rechtsextreme Szene versucht, bei Jugendlichen das Interesse an rechtsextremistischer Musik und Ideologie zu wecke. Bereits 2005 wurden so genannte Schulhof-CD wegen schwerer Jugendgefährdung beschlagnahmt.
Quelle: dpa |