 | Zahlencodes |
 Zahlencodes sind eine beliebte Verschlüsselung für strafrechtlich relevanter Begriffe, Grußformeln oder Organisationszeichen. Sie werden in einer Vielzahl von T-Shirt-Motiven, Emblemen, Covers, Gruppen- und Bandnamen verwendet.
Dabei stehen in den meisten Fällen die Zahlen synonym für die entsprechenden Buchstaben im Alphabet. Populär gemacht wurde diese ›Verschlüsselungstechnik‹ Anfang der 80er Jahre durch die Rockergruppe Hells Angels in Hamburg, die nach einem vorübergehenden Vereinsverbot fortan als ›81er‹ auftraten. Da Zahlenaufdrucke auf T-Shirts oder Jacken auch außerhalb der Szene beliebt sind und von führenden Markenherstellern ohne politischen Hintergrund angeboten werden, sollte unbedingt darauf geachtet werden in welchem Kontext sie auftauchen.
168:1
Die Zahlenkombination versteht sich als Code für den Sprengstoffanschlag in Oklahoma/USA, der Mitte der 90er Jahre durch den amerikanischen Terroristen Timothy McVeigh verübt wurde. Bei dem Anschlag kamen 168 Menschen ums Leben. McVeigh wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. In makaberer Verherrlichung dieses neonazistischen Terroranschlags gibt der Code das ›Ergebnis‹ wieder.
18
18 steht für Adolf Hitler. Die Zahlenkombination findet sich beispielsweise in den Namen der Organisation *Combat 18 und der Band Sturm 18.
28
Seit dem Verbot der Organisation *Blood & Honour (B&H) im September 2000 wird die 28 als Synonym für B&H verwendet. Anstelle des ursprünglichen und inzwischen verbotenen Schriftzuges wird nun der entsprechende Zahlencode benutzt. Beispiele: »28 - ihr könnt uns nicht verbieten«, ›28 Supporter‹ (B&H Unterstützer).
88
Die 88 stehen für Heil Hitler. Der Zahlencode 88 findet sich unter anderem auf T-Shirts, Aufnähern, Fahnen oder Emblemen und ist häufig Bestandteil von Band- und Organisationsnamen, wie z.B. Chaos 88 oder Skinheads Chemnitz 88. Die Ziffer ist, eingerahmt von einem Lorbeerkranz, auch als Brustemblem auf Polohemden zu finden und wird häufig als Grußformel in Briefen benutzt.
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